KW 8: Von wildlebenden Papageien und Sarah Kuttner

Ich ging spazieren, arbeitete und sah Sarah Kuttner.

Highlights

Wer 5 Tage im Büro verbringt, der muss am Wochenende an die frische Luft! Altes algerisches Sprichwort oder so. Und weil man algerischen Sprichwörtern bloß nicht widersprechen soll, beugten wir uns unserem Schicksal und verbrachten den Samstagvormittag im Park, den wir mit den Worten „Ob wir auch Eichhörnchen sehen werden?“ „Wenn wir ganz fest dran glauben bestimmt!“ betraten. Und was soll ich sagen? Manchmal hat man eben Glück.
Neben den eher klassisch unaufregenden Eichhörnchen konnten wir auch den einen oder anderen Papagei beobachten. Seit ein paar der Tiere vor mehr als 30 Jahren einfach ausgesetzt wurden, ist die Landeshauptstadt um dieses farbenfrohe Gimmick reicher.

Wer mehr über die Düsseldorfer Papageien erfahren will, kann das hier tun.

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Tauben kann jeder – Düsseldorf hat Papageie.

Am Sonntag war quasi Weihnachten, denn es ging zur Lesung von Sarah Kuttner. Wenn ich mich nicht irre, war das jetzt meine 5. Lesung überhaupt und ich muss sagen: Ich liebe es. Wer mich kennt, weiß, dass Konzerte nicht so meins sind, weil laut und voll und weil man (meist) stehen muss. Dass mein Gesicht auf der Höhe ist, auf der viele Menschen ihre Ellbogen tragen, ist zudem nicht unbedingt förderlich für mein Wohlbefinden. Aber Lesungen, die find ich klasse! Man sitzt, bekommt vorgelesen, lernt einen sympathischen Menschen kennen und lacht viel. Lesungen sind quasi meine Konzerte, das Buchregal meine Plattensammlung.

Was ich aus der Lesung mitgenommen habe: In „180° Meer“ geht es um eine junge Frau, die wieder einmal Probleme mit sich selbst, ihrem Job und ihren Eltern hat. Nach 1 1/2 selbstgelesenen und dem bisschen vorgelesenen Buch wage ich zu behaupten, dass da ein Muster erkennbar ist. Aber das ist voll okay. Wenn Grisham 38947 Bücher über einen Justizfall schreiben darf, dann darf Sarah Kuttner auch über kaputte Beziehungen schreiben und darüber, wie kacke es ist, nicht zu wissen, was man eigentlich vom Leben will. Und das macht sie gut. Sehr gut sogar.
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Agenturleben

Mein erster Monat als Vollzeitarbeitende ist rum. Müdigkeitserscheiniungen haben sich bisher keine eingestellt, was voll okay ist und bitte so bleiben soll. Bitte, bitte. Erste eigene kleine Projekte sind schon abgegeben und pusten mir gut Wind unter die Flügel meines inneren Papageien. Läuft, würde ich sagen. Bloß mit dem Bloggen hapert es neben der 40-Stunden-Woche und Wochenenden, die eigentlich zu schade sind, um sie (alleine) vorm Bildschirm zu verbringen. Und so leidet das Bloggen (Genauso wie das Lesen, was fast noch schader ist.) momentan drunter. Ein besseres Zeitmanagement muss her!

Serien

Wir haben die britische Mini-Serie „River“ beendet, die ich nur jedem ans Herz legen kann. Die insgesamt 6 Folgen handeln vom DI River, der den Mord an seiner Partnerin DS Stevenson unbedingt aufklären will. DI River leidet seit seiner Kindheit unter einer psychischen Krankheit, deren Name ich gerade nicht ergoogelt bekomme. Diese macht, dass er Personen sieht, die gar nicht da sind, und Gespräche mit ihnen halluziniert. Das macht ihm nicht nur die Arbeit schwer, sondern legt auch seinen Kollegen Steine im Umgang mit ihm in den Weg. Ein spannender Mordfall rund um eine Polizistin, die nicht die war, die sie zu sein schien, und eine Polizisten im Spagat zwischen seiner Andersartigkeit und dem Wunsch nach gesellschaftlicher Akzeptanz.

Weil uns gerade nach Mord und Polizei war, haben wir direkt die nächste Crime-Serie angefangen. In der ersten Staffel von „The Killing“ sucht die Polizistin Linden im regnerischen Seattle den Mörder eines jungen Mädchens und setzt dabei sogar ihr privates Glück in Form einer Zukunft in Kalifornien aufs Spiel. Bisher ein spannender Kriminalfall mit einigen interessanten Wendungen.

Und welche außergewöhnliche Spezies besiedelt eure Stadt?

2 Comments

  1. Hab‘ gestern 1 1/2 Std. damit verbracht, bei NF nach einer neuen Serie für mich zu suchen … dann kam dein Posting und zack, habe ich die 1. Folge von RIVER geguckt. Danke für den Tipp! Falls du es noch nicht kennst, empfehle ich LUTHER. ;-)

  2. The Killing habe ich letzten Monat durchgeschaut :)
    Ich fand die Serie super. Zurzeit bin ich wieder bei Criminal Minds gelandet :D

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