Gelesen im August

Und wenn Bücher die einzige Konstante meines Blogs sind, dann ist das eben so.

Es muss wohl an dir liegen von Mhairi McFarlane

Delia fällt aus allen Wolken, als eine SMS ihres Verlobten aus Versehen an sie geht. Der eigentliche Adressat: seine Affäre. Also beschließt Delia, die sowieso mit ihrem Job unzufrieden ist, ihr altes Leben und somit auch die Kleinstadt in England, in der sie aufwuchs, hinter sich zu lassen und zu ihrer besten Freundin nach London zu ziehen. Aus einer anfänglichen vermeintlichen Schnapsidee wird schnell ihr neues Leben, in dem sie sich wohler fühlt als erwartet.

Vor genau einem Jahr habe ich den letzten Roman von Mhairi McFarlane gelesen und bin heil froh, dass „Es muss wohl an dir liegen“ nicht dieselben Fehler wie „Vielleicht mag ich dich morgen“ macht. Die Handlung ist sehr viel schneller sehr viel unterhaltsamer und unerträglich viele grausige Metaphern gab’s dieses Mal auch nicht. Zwar reicht auch dieser Roman nicht an „Wir in drei Worten“ ran, aber damit habe ich mich beinahe abgefunden. Sollte ein weiteres Buch von ihr es kostenlos in meine Arme schaffen, würde ich es wohl lesen. 10/14

Ich könnte am Samstag von Mark Watson

Nach einer grauenhaften Tragödie ist Xavier aus seiner Heimat Australien geflüchtet und fing in Großbritannien ein neues Leben an. Seitdem hilft er als Radiomoderator mitten in der Nacht wildfremden Anrufern bei ihren Problemen. Zwischen Radiosender und Scrabble-Turnier dümpelt sein Leben so vor sich hin, bis er beim Speed Dating Pippa trifft, die seinem Leben neue Ordnung verleiht.

Ich olle, olle Wiederholungstäterin. Dass ich ein absoluter Gewohnheitsmensch bin, merkt man wohl auch an meinem Leseverhalten. Nachdem ich fast genau vor einem Jahr Mark Watsons „Überlebensgroß“ las, stand „Ich könnte am Samstag“ auf meiner Wunschliste. Der Originaltitel „11 Lives“ (der es mit „11 Leben“ auch auf die eine oder andere deutsche Ausgabe geschafft hat) spielt auf die zahlreichen Leben an, die Xavier durch seine anfängliche Lethagie ebenfalls unbewusst beeinflusst. Erst Pippa macht ihm deutlich, welche Auswirkungen sein Handeln auf andere hat. Ein nettes Buch, das allerdings keinesfalls an „Überlebensgroß“ rankommt. 10/14

Fettlogik überwinden von Dr. Nadja Hermann

These: Über kein anderes Thema diskutieren Menschen so leidenschaftlich wie über Ernährung. Zumindest fühlt es sich so an. Denn wirklich jeder verdammte Mensch, dem ich erzählte, dass ich dieses Buch lese oder las, hatte sofort eine Meinung. (Und stimmte somit unfreiwillig Hermann zu.) Weil ich diese Diskussionen ehrlich gesagt leid bin, erwähne ich „Fettlogik überwinden“ hier nur der Vollständigkeit halber. Nur so viel: Ich fand’s gut. Punkt. 10/11

Wie im richtigen Film von Oliver Wnuk

„Wie im richtigen Film“ von Oliver Wnuk bildete lesetechnisch den Abschluss meines Augusts. In dem Roman des deutschen Autors und Schauspielers geht es um Jan, Vater und ebenfalls Schauspieler, der irgendwie versucht, sein Leben in den Griff zu bekommen. Zwischen Auftritten auf dem roten Teppich mit der Frau an seiner Seite und Kita-Nachmittagen mit Ex-Freundin und Tochter nähert er sich seinem an Alzheimer erkrankten Vater an, der ihn nur noch erkennt, wenn Jan kotzend auf irgendwelchen Titelblättern abgedruckt ist. Auch damit, dass seine Mutter einen neuen Freund in Griechenland hat, kommt Jan nicht so recht zurecht. Aber was soll’s, solange man Menschen hat, auf die man sich verlassen kann.

Mit seinem Erstlingswerk als Autor beweist Wnuk, dass es gar nicht unbedingt einer klassischen Handlung mit Höhepunkt bedarf, um einen unterhaltsamen Roman zu schreiben – netten Figurenkonstellationen, fehlenden Stereotypen und einem tollen Schreibstil sei Dank. Weitere Wnuk’sche Werke folgen bestimmt hier irgendwann. 10/11

Ach, guck an. Jeweils zwei 10/14 und 10/11 Bewertungen. Süße, süße Gewohnheiten.

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