Junischmuni

Mit dem Juni ist nun auch die erste Hälfte 2015 vorbei. Zeit, die letzten sechs Monate Revue passieren zu lassen? Neeeeeeeee! Über die Abenteuer, Besonderheiten und Eindrücke der letzten 30 Tage nachzudenken, reicht fürs Erste. Vor allem bei dem Wetter. (Apropos: Ist das nicht ein Traum?)

Also here we go.

#erlebt habe ich diesen Monat so ein bisschen was. Vor allem Woche eins war (für meine Verhältnisse) ziemlich aufregend, weil gleich zwei abendliche Ausflüge anstanden. Am 2. Juni ging es nämlich zur Marc-Uwe-Kling-Lesung, die viel mehr ein Marc-Uwe-Kling-mit-Julius-Fischer-Komma-Michael-Krebs-und-Band-Konzert war. Was der Freund aber bis zum Schluss nicht so ganz wahrhaben wollte. Da konnte ich ihm noch so viele YouTube-Tourmitschnitte und zakk-Veranstaltungstexte zeigen, den Glauben, mir zum Geburtstag einen lesenden Marc-Uwe Kling mit ein bisschen Musik zwischendurch geschenkt zu haben, ließ er nur widerwillig ziehen. Toll war’s trotzdem und vor allem sehr, sehr lustig.

Direkt am Freitag danach ging es am bis dato heißesten Tag des Jahres (der immer noch kein Vergleich zu den aktuellen Temperaturen war, puh!) mit durchweg unklimatisierten öffentlichen Verkehrsmitteln nach Bochum ins Planetarium, wo wir die “Die drei ??? – und das Grab der Inka-Mumie” im 3D-Sound erlebten. Dank Bahnverspätungen bis zum Mond kamen wir in allerletzter Sekunde an, was meiner Laune nicht gerade zuträglich war. (Panikmädchen gonna panic.) Aber mit viel Zuneigung und gutem Willen konnte der Lieblingsmensch mich dann doch wieder besänftigen (und somit seinen Titel verteidigen), sodass wir uns auf unseren Sitzen zurücklehnen und zumindest gedanklich vollends in Rocky Beach und damit am Meer ankamen. Dass ich nicht eingeschlafen bin und auch fast gar nicht müde war, muss an dieser Stelle lobend erwähnt werden – schließlich bin ich ja quasi darauf konditioniert, zu den Stimmen von Andreas Fröhlich, Oliver Rohrbeck und Jens Wawrczeck einzuschlafen. Dennoch war ich nicht diejenige, die an diesem Abend im Dämmerlicht Schwierigkeiten hatte, wachzubleiben. Auch wenn die Folge nicht die beste war und gerade für ein Planetarium die visuelle Unterstützung (falls man es denn so nennen kann) ziemlich enttäuschend waren, war der Abend unvergesslich und wunderbar und hach! Die anderen beiden Folgen aus der 3D-Sound-Reihe werden wir uns auf jeden Fall nicht entgehen lassen.

 

Die Juni-Wochen zwei und drei waren beide ziemlich unspektakulär, zumindest ist mir kein nennenswertes Abenteuer in Erinnerung geblieben. Dafür endete der Monat ziemlich besonders, denn der Freund hat immer kurz vor knapp vor Monatsende noch Geburtstag. Da der diesmal auf einen Sonntag fiel und ich am Wochenende eh immer sturmfrei hab UND die Eltern vom Freund sowieso gespannt wie Flitzebögen auf die neue Wohnung waren, wurde die Geburtstagszentrale kurzerhand zu mir verlegt. Und wie es sich für einen Geburtstag gehört, gab’s natürlich auch Kuchen. Viel Kuchen. Denn weil ich nach unzähligen missglückten Versuchen und Katastrophen leider mein Vertrauen in meine Backkünste verlor, hatten wir am Ende des Tages mit der Daim-Tarte (Nummer eins), dem Backup-Kuchen (Schokoflocken, Nummer zwei), unserem Schokoladenkuchen, der nicht nur “sehr intensiv” aussah, sondern auch genauso schmeckte (Nummer drei), und (last but not least, Nummer vier) den Muffins der Schwester vom Freund eine mehr als würdige Kuchenauswahl – für insgesamt fünf Leute. Aber man kann ja nie genug Kuchen haben. Gemüse ja, aber Kuchen nie.

Der Juni endet, ich habe jetzt eine Wimpelkette an der Wand und wir sind endlich wieder gleichalt. Juchey!
 

#gegessen habe ich im Juni einiges, gefühlt aber irgendwie immer dasselbe. Es endete endlich meine Spargelquiche-Phase, die sich sensationelle sechs Wochen hielt und fünf Quiches hervorbrachte. Ich muss sagen, ein bisschen bereue ich es schon, nicht noch eine Abschlussquiche zur Feier des Endes der Spargelsaison gemacht zu haben. Falls ich irgendwo noch ein letztes Bündel weißen Spargel in die Hände bekommen sollte, wird das definitiv nachgeholt.

Und falls es dann auch noch grünen Spargel zu ergattern gäbe, würde ich ihn wohl auf einen Flammkuchen packen. Ach, Spargel, du tollstes aller Saisongemüse.

Außerdem kann ich jetzt Reibekuchen (oder besser gesagt “Placki”) nach dem Rezept meines Vaters, die zwar überhaupt nicht kompliziert, aber dafür wahre Stinker sind. Jetzt, wo meine Bettwäsche nicht mehr stinkt, wenn ich Zwiebeln anbrate, kann ich mir solche geruchsintensiven Momente ab und zu mal erlauben – mit viel, viel Lüften hinterher, versteht sich.
 

#gelesen habe ich diesen Monat leider nicht so viel, wie ich eigentlich wollte. Das erste Unterwegsbuch war “Die Frau mit dem Muttermal” von Hakan Nesser, zuhause hing ich ewig an Daniel Handlers (besser bekannt als Lemony Snicket) “43 Gründe, warum es AUS ist” fest. Danach ging’s dann weiter zu “The Girl on the Train” von Paula Hawkins, das momental gefühlt auf jedermanns Nachttisch ist. Momentan les ich mit “Der Partner” meinen ersten Grisham seit Ewigkeiten, während “Das stille Mädchen” von Peter Høeg ebenfalls vorwurfsvoll darauf wartet, fertiggelesen zu werden. Im Juli, versprochen!
 

#undsonst gibt’s eigentlich nicht viel zu erzählen. Die Masterarbeit steht in den Startlöchern, das Thema ist grob besprochen und wird ganz bald angemeldet. Es wird also ernst.

Außerdem kann ich jetzt auch mit Cat Content dienen, denn der weltbeste Mitbewohner vom Freund hat einen neuen Mitbewohner, der so ziemlich das bezauberndste ist, was diese Welt zu bieten hat.

Ich kann schon fast hören, wie der Freund sich über die Rauten vor den einzelnen Kategorien aufregt und irgendwas nicht ganz so Nettes sagt. Ich hab dich auch gern <3!

  
 
 
 

1 Comment

  1. Ich glaube, es ist kein guter Zeitpunkt, um zu beichten, dass ich noch nie Quiche gegessen habe. Aber andererseits bin ich nun sehr neugierig darauf geworden.

    Ach Gott, ich komme gerade nicht darüber hinweg, wie verdammt süß dieses Kätzchen ist. Gimme thaaat! <3

    Mist, kann mich gut daran erinnern, vor Monaten gelesen zu haben, dass Marc-Uwe Kling und Julius Fischer unterwegs sind, auch in Leipzig. Dann doch total verpasst. Schade Marmelade. Besonders jetzt zu lesen, dass es auch noch gut war. Naja, nächstes Mal dann hoffentlich. :)

    Das Kätzchen ist immer noch zu niedlich. Cuteness overload!

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